Ich drücke auf den roten Schwesternknopf. David kommt sofort. "Was ist passiert?", fragt er und lächelt sein hunderttausend Dollar Lächeln. "Ich brauche Schmerzmittel", antworte ich müde, eigentlich noch völlig benebelt von der letzten Infusion. "Alles klar", antwortet David. Er ist der erste (und liebste) Mann, der mir je in meinem Leben Frühstück ans Bett gebracht hat. Verbinden tut uns deswegen zwar trotzdem nichts, aber er ist trotzdem ein Heiliger für mich.
Ich starre an die weiße Decke meines Zimmers. Meine Nachbarin schläft noch. Mein Pfleger kommt zurück. "Geht es dir schon ein bisschen besser?", fragt er. "Jetzt schon", antworte ich. Ich kann ihn nicht ansehen. Er ist zum verlieben schön und da ich genau dies nicht bin, habe ich Angst, ihm in die Augen zu sehen. "Okay?", fragt er. "Okay", sage ich. "Okay". Ich nicke. Und er lächelt. "Okay". Und er geht.
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