2013/03/24

Kaum eine Woche, sieben Tage, hundertachtundsechzig Stunden später liege ich schon wieder hier, in Daniels Arm, hab was getrunken, und frage mich, was das Ganze überhaupt soll.
Zum dritten mal am heutigen Tage bin ich hier gelandet, wieso, weiß ich nicht. Irgendwie passiert es immer wieder und ohne groß darüber nachzudenken, schließe ich die Augen und hole tief Luft. Von Sauerstoff ist keine Spur, aber die Wärme und der Zigarettengeruch tun' meiner Lunge aus unerklärlichen Gründen unheimlich gut. Ich habe die Mütze eines Typen namens Kevin auf dem Kopf. Sie ist mir viel zu groß und ich liebe sie abgöttisch. Besagter Typ sitzt vor Daniel und mir auf der Sofakante und unterhält sich angeregt mit allerlei Leuten, die ich nicht kenne. Neben mir sitzt Lenny, der seine Freundin im Arm hält und zufrieden lächelt. Jule sitzt auf Marvins Schoß und obwohl sie nicht zugeben will, wie toll sie ihn findet, kann sie ihre Augen nicht daran hindern, vor Freude aufzuleuchten. 
Mir rutscht schon wieder Kevins Mütze ins Gesicht und diesmal mache ich keine Anstalten, sie wieder zurecht zu rücken. "So kann ich dein schönes Gesicht doch gar nicht sehen", nölt Daniel. "Ich bin nicht schön", antworte ich. Doch Daniel schüttelt den Kopf. "Lenny? Sie ist doch schön, oder?", fragt er den Rotschopf neben mir. Ich seufze genervt. "Doch wohl, total. Ehrlich", er grinst und dreht sich mir zur. "Bist du wirklich", pflichtet Kevin bei. "Wenn ihr wüsstet...", murmle' ich in Daniels Arm und schließe erneut die Augen. Was zur Hölle mache ich hier eigentlich?



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